Reisen

Mittwoch, 25. Juli 2007 Sunndal, Bondhusdalen und Bondhusbrae

Total durchnässt vor dem Bondhusbreen

Total durchnässt vor dem Bondhusbreen

Der Tag an dem das Eis zu sehen sein soll. Heute wollen Heike und ich das Bondhus-Tal hochwandern um bis zu einer Gletscherzunge zu gelangen. Der Tag beginnt wieder bedeckt und wie üblich fahren wir mit viel Zuversicht von Haugesund ab.

Der Weg geht mal wieder über die E134 Richtung Ølen und Håland nach Skånevik. Wieder setzen wir mit der Fähre (Diesmal 94 Kronen) über nach Utåker und fahren um die Folgefonna-Halbinsel bis nach Rosendal. Dort angekommen einigen wir uns darauf direkt weiter bis nach Sunndal zu fahren und lassen den Steingarten in Rosendal ausfallen. Vielleicht erreichen wir die Gletscherzunge ja im Sonnenschein. Als wir Sunndal erreichen ist es zumindest trocken. Das ändert sich allerdings, da es leicht anfängt zu regnen. Für mich ist es im T-Shirt noch angenehm. Heike allerdings zieht irgendwann ihr Regencape an. Als wir den See erreichen wird es langsam heftiger. Warm ist es trotzdem und so bleibe ich bei meinem T-Shirt. Der Weg ist ab hier nur noch aus Steinen die in die Uferzone drapiert wurden. Bis er kurz nach dem ersten Wasserfall zudem sehr matschig wird. Es empfiehlt sich also nicht nur festes, sondern auch Wasserfestes Schuhwerk anzuziehen. Wir erreichen dann irgendwann das Hinweisschild auf dem vor den Gefahren des Gletschers gewarnt wird. Niemals ohne erfahrenen Führer und niemals unter einem Gletscher wandern. Also beschließen Heike und ich dann gehen wir halt am Rand des Felsen bis zum Gletscher hinauf.

Gesagt und nicht getan. Wir bewegen uns über das Plateau am Fuße des Gletschers. Die großen Brocken sind von kleine Rinnsalen durch zogen und mit unzähligen kleinen Birken überwuchert. Das ist es auch, was uns eine Viertelstunde später zum Umdrehen überredet. Die Felsblöcke sind alle sehr glitschig und der Regen hilft nicht wirklich dabei. Das bringt für mich zum ersten Mal Frust über das Wetter. Bisher hat es mich nicht gestört, dass ich mittlerweile völlig durchnässt bin. Nun zwingt mich der Regen aber die Route abzubrechen und vom gesteckten Ziel abzulassen. Das ist seit langen Jahren zum ersten Mal, dass es mich stört ein Ziel nicht erreichen zu können. Auch wenn es zugegeben etwas Riskant war. Aber dennoch, ich hätte so gerne den Gletscher von der Nähe betrachtet. Denn mit Gletschern die man von Skiurlauben kennt, hat das hier nichts zu tun.

Mit einem Wort: Sch….ade!

Als wir dann den Weg abwärts beginnen, bleiben wir an den Blaubeerbüschen stehen und nach einigen Beeren fangen wir an unsere Tupperware-Schale mit eben diesen zu füllen. Als sie Halbvoll (ca 400g) ist. Beschließen wir, den Rest für die Himbeeren an den Feldern freizulassen. Welche wir dann eben dort ernten. Dadurch verlängerte sich der Abstieg und

Den Weg zurück machen wir durch den Folgefonna-Tunnel. Der kostet mit 60 Kronen weniger als erwartet. (Immer noch genug!) Die Fahrt geht dann abermals durch Odda und am Låtefoss wie auch am Langfoss (Nochmals 40 Kronen) vorbei. Zwar kostet die Maut etwas mehr als die Fähre, dafür ist man aber schneller (wir haben 2 ¼ Std. gebraucht) in Etne als mit der Fähre. Somit sind wir eher zurück in Haugesund als wir bei Abfahrt vermutet hatten.

Kommentare

Log in zu kommentieren.

Copyright © 2010 stateless.de Guido Poth. Alle Rechte vorbehalten. Powered by eZ Publish™ Content Management System.